Geschichte
Auf der Grundlage dieses Kooperationsvertrages wurde durch Errichtungsbeschluss des Akademischen Senats mit Genehmigung des Senators für Bildung, Wissenschaft und Kunst, am 5. März 1986 die Akademie für Arbeit und Politik als ‚unselbständige Anstalt’ der Universität Bremen gegründet.
Danach ist es Aufgabe der Akademie, Bildungsveranstaltungen für Arbeitnehmer/innen zu entwickeln, die durch ihren hochschulspezifischen Charakter gegenüber den Angeboten gewerkschaftlicher Bildungseinrichtungen abgrenzbar sind. Die Bildungsangebote sollen insbesondere umfassen:
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längerfristige Lernprozesse zur Aneignung wissenschaftlichen Grundlagenwissens;
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die Vermittlung von Wissenschaftsergebnissen, die für die Interessenvertretung der Arbeiternehmer/innen wichtig sind;
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die Entwicklung und Erprobung von neuartigen, nicht-traditionellen Angeboten der Arbeiterbildung (Curriculum-Entwicklung, neue didaktische Formen, Anleitungen zum Selbstlernen, Einsatz neuer Medien).
Darüber hinaus wurde die Akademie von Anfang an als Forschungseinrichtung verstanden, da der Einrichtungsbeschluss ihre Beteiligung an der Arbeiterbildungsforschung in den wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität ausdrücklich vorsah.
In der Anfangsphase waren die Angebote und Organisationsformen der Akademie zunächst ein vierjähriger Modellversuch, der von einem paritätisch aus Vertretern der Universität und der Arbeiterkammer/Gewerkschaften bestehenden Projektausschuss begleitet und evaluiert wurde. Aufgrund dessen Gutachten und Empfehlungen wurde die Akademie als Einrichtung des Kooperationsbereichs institutionell verstetigt. Dadurch sollte in der Universität ein stabiler Ort für langfristige wissenschaftlich fundierte politische Bildung und arbeitsweltbezogene Weiterbildungsprozesse für lebenslanges Lernen geschaffen werden. Zugleich sollte mit einer Akademie für Arbeit und Politik das Ziel der Öffnung der Universität für Arbeitnehmer/innen ohne Hochschulzugangsberechtigung institutionell verfestigt werden.
Die Akademie für Arbeit und Politik hat sich seit ihrer Gründung hinsichtlich ihrer Arbeitsschwerpunkte und Arbeitsmethoden fortlaufend weiterentwickelt. Dies gilt vor allem für die seit Oktober 1987 durchgeführten Zwei-Jahres-Kurse „Sozialwissenschaftliche Grundbildung“, sowie für die seit November 2000 erstmals angebotenen Ein-Jahres-Kurse, die sich an betriebliche Interessenvertretungen wenden.
Das Profil und Selbstverständnis in der Forschung war seit Gründung der Akademie ebenfalls in einem steten Wandel und hat insbesondere mit dem Forschungstypus der „Praxisforschung“ für unsere Einrichtung eine besondere Relevanz gewonnen. Mit der Weiterentwicklung ihrer Praxisforschungs-Projekte konnte die Akademie einen wesentlichen Beitrag zum Wissenschaftstransfer in die Betriebe, Gewerkschaften, Schulen und andere soziale Einrichtungen leisten.

